Die Strandwelt

Der Ostseestrand ist die Landschaft, mit der die Stadt Heiligenhafen Gäste und erholungsuchende Fremde wirbt. Sie verheißt Badefreuden im Meerwasser, Seefahrten und verweist auf das Reizklima, das der Gast beim Wandern am Strande besonders intensiv genießt. Hier empfängt ihn eine Pflanzen- und Tierwelt, die ihm meistens von zu Hause her unbekannt ist. Der Salzgehalt des Meeres und der durch Überflutungen salzige Boden sind der Grund für die andersartige Tier- und Pflanzenwelt.

Der widerstandsfähige Strandhafen und Strandroggen bedecken die sandigen Dünen. Sie sind wichtige und gern gesehene Pflanzen, weil sie das vom Wind bewirkte Wandern der Dünen verhindern. Diese Pflanzen schützt man, und wo es nötig ist, pflanzt man sie an.

Ein ebenso gern gesehener Dünenbefestiger ist die Strandsalzmiere, eine im Juni/Juli grünlichweiß blühende Pflanze von 5 bis 30 cm Höhe. Auf salzigen Wiesen findet man die violett blühende Strandnelke und die Strandaster mit ihren blaßvioletten Blüten.

Die violette Grasnelke bedeckt im Frühjahr große Flächen des Graswarders.

Die blaßviolette Strandaster kann, wie auch die Grasnelke, gut eine Seewasserüberflutung vertragen.

Nicht gern gesehen ist die Kartoffelrose. Sie bedeckt im Frühjahr große Flächen des Graswarders und ist aus Ostasien zu uns eingewandert. Oft wird sie als Zierstrauch angepflanzt, aber den Naturschützern ist sie ein Dorn im Auge, weil ihre allzustarke Vermehrung und ihr starker Wuchs andere Pflanzen aus den Dünen verdrängen. Die außergewöhnlich große Hagebutte ist eßbar und auch zur Weinherstellung geeignet. Vitaminreich sind die orangeroten Beeren des Sanddorns, doch seine langen Dornen halten Vögel und Menschen von der Ernte ab.